Von mehlig- bis festkochend: Die unterschiedlichen Arten der Kartoffeln
Kartoffel Arten

Von mehlig- bis festkochend:

Die unterschiedlichen Arten der Kartoffeln

Ob kross gebackenes Kartoffelgratin, fluffiges Kartoffelpüree wie bei Oma oder türkische Kumpir – Kartoffeln bietet uns zahlreiche Möglichkeiten der Zubereitung. Aber welche Sorte eignet sich für welches Gericht am besten?

Du stehst ratlos in der Gemüseabteilung des Supermarktes vor einer schier endlos scheinenden Auswahl Kartoffeln? Es gibt so viele Varianten, doch die Frage, welche Sorte gekauft werden soll, bleibt. Weltweit gibt es über 5.000 verschiedene Kartoffelsorten. Also aufgepasst bei der Kartoffelwahl! Wer mag schon Bratkartoffeln, die in der Pfanne zerfallen? Oder Kartoffelpüree, das kaum zu zerstampfen ist?

Die Grundlage für euer Kartoffel Know-how vorweg: Kartoffeln enthalten Stärke. Je nach Stärkegehalt werden sie in die drei Sorten festkochend, vorwiegend festkochend und mehlig kochend unterteilt. Umso höher der Stärkegehalt, desto trockener und weicher ist die Kartoffel. Bei geringerem Stärkegehalt ist die Kartoffel saftiger und schnittfester. Wegen der enthaltenen Stärke können Menschen rohe Kartoffeln nicht verdauen, erst durch das Kochen verändert sich die Stärke in der Kartoffel und sie wird zum Essen genießbar. Die tolle Knolle enthält übrigens nur etwa 70 Kilokalorien pro 100 Gramm. Damit hat sie weniger Kalorien als Reis oder Nudeln und ist eine gesunde Beilage mit vielen Nährwerten.
Als künftiger Kartoffelexperte merkt euch: Je weniger Stärke eine Kartoffel enthält, desto härter ist sie. Aber wie viel Stärke braucht ihr nun für das Kartoffelrezept eurer Wahl?

Der solide Partner: Festkochende Kartoffeln

Festkochende Kartoffeln sind ein beständiger Partner, auf den ihr euch zu jeder Zeit verlassen könnt. Beim Kochen behalten sie ihre Form, da diese Kartoffelsorte am wenigsten Stärke unter ihren Artgenossen enthält.
Festkochende Kartoffeln sind besonders geeignet für Kartoffelsalat, Gratin und Bratkartoffeln. Also für alle Gerichte, bei denen die Form eine Rolle spielt. Wie wäre es heute mit einem hausgemachten Kartoffelsalat mit frischem Schnittlauch und Wiener Würstchen? Garantiert behält die festkochende Kartoffel ihre Form und fällt beim Mischen mit dem Dressing nicht auseinander. Auch knusprig, krosse Pommes Frites gelingen im Handumdrehen mit der festkochenden Kartoffel und die Konkurrenz aus der Tiefkühltheke kann getrost einpacken.

Der Allrounder: Vorwiegend festkochende Kartoffeln

Ihr fragt euch, was der Unterschied zwischen festkochend und vorwiegend festkochend ist? Ganz einfach. Letztere enthält mehr Stärke und die Schale springt deshalb beim Kochen leicht auf. Der Allrounder in der Kartoffellandschaft bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Vorwiegend festkochende Kartoffeln eignen sich insbesondere für Salz- und Pellkartoffeln. Es lohnt sich immer, einen Sack dieser Kartoffelsorte im Haus zu haben, da sie vielfältig einsetzbar ist und auch als Ersatz für festkochende Kartoffeln herhalten kann – der perfekte Allrounder für alle Fälle.

Die sanftmütige Knolle: Mehligkochende Kartoffeln

Welche Kartoffelsorte ist weich, schmeckt leicht trocken und fällt beim Kochen flockig auseinander? Richtig – die mehligkochende Kartoffel. Diese Sorte hat den höchsten Stärkegehalt und ist die weichste Art. Mehligkochende Knollen eignen sich insbesondere für Gerichte, bei denen die Kartoffeln in eine andere Form gebracht werden. Hier heißt es zerstampfen, pürieren und formen. Suppen, Püree, Knödel und Puffer – die mehligkochende Kartoffel ist die Knolle eurer Wahl. Unser Vorschlag: Kartoffelpuffer, die mit einem Topping aus roter Bete das gewisse Extra mitbringen.

Und schon seid ihr wahre Kartoffelexperten und wisst genau, welche Knolle für welches Rezept die richtige Wahl ist. Mit viel neuer Stärke (Achtung, Wortwitz!) wird der nächste Kartoffelkauf zum reinen Kinderspiel!

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