Traditionelle Weihnachtsplätzchen | Einfach gut kochen
Traditionelle Weihnachtsplätzchen

Traditionelle Weihnachtsplätzchen

Unsere Favoriten

Was für die einen Zimtsterne sind, sind für andere wiederum Vanillekipferl. Oder sollen es lieber Spekulatius sein? Fakt ist: Vorweihnachtszeit = Plätzchenzeit. Heute stellen wir euch die aus unserer Sicht besten und leckersten traditionellen Weihnachtsplätzchen vor.

Während die einen noch immer dem zugegebenermaßen wirklich bundesweit unterirdisch miesen Sommer nachtrauern, haben wir schon längst ein Häkchen hinter dieses Kapitel gesetzt und blicken positiv nach vorne in Richtung Weihnachtszeit. Vorweihnachtszeit, um es auf den Punkt zu bringen. Denn anstatt dem herbstlichen Blues zu verfallen und uns unter Decken auf dem Sofa zu verstecken, verleihen wir unseren Glückshormonen mit selbst gebackenen Weihnachtsplätzchen einen kulinarischen Push. Und spätestens dann, wenn der Duft frischer Plätzchen und warmer Gewürze wie Zimt, Sternanis, Nelken & Co. unsere Küche durchströmt, wird uns ganz warm ums Herz – und wir wissen: Weihnachten steht wirklich vor der Tür. Deshalb stellen wir euch heute unsere absoluten Lieblingsweihnachtsplätzchen vor. Echte Klassiker, die den Alltag verzaubern, an Kindheit erinnern und nahezu jeder liebt. Seid ihr bereit für eine kulinarische Reise in die besinnlichste Zeit eines jeden Jahres? Hier kommen unsere Top 5 der Weihnachtsplätzchen:

1. Vanillekipferl

Schon seit Generationen gehören Vanillekipferl zu jedem Weihnachtsfest wie der berühmte Weihnachtsbaum. Dass jedes Kipferl ein Unikat ist und die hörnchenförmigen Plätzchen, Überlieferungen zufolge ist diese klassische Kipferlform auf einen badischen Bäckermeister zurückzuführen, mal dick, mal dünn, mal groß, mal klein aufs Backblech wandern, ist absolut charakteristisch für das Gebäck aus Mürbeteig. Tipp: Verwendet beim Zubereiten des Teiges auf gar keinen Fall künstliches Vanillearoma wie Vanillezucker sondern immer echte (Bourbon-)Vanille! Der herrliche vanillige Geschmack, der uns so an Omas Backstube erinnert, kommt dann perfekt zur Geltung. Und noch ein Tipp: Bereitet den Teig am besten am Vortag zu und lasst ihn im Kühlschrank übernachten. So könnt ihr ihn am nächsten Tag besser formen und verarbeiten.

2. Zimtsterne

Ebenfalls ein absoluter Klassiker und unverzichtbar in jeder (Vor-)Weihnachtszeit sind Zimtsterne. Schön saftig und gleichzeitig herrlich nussig mit knackigem Baiserüberzug überzeugen die ursprünglich aus Schwaben stammenden Köstlichkeiten sogar Plätzchengegner im Nu. Und auch alle, die glutenfrei backen wollen oder müssen, können bei Zimtsternen unbesorgt zugreifen: Hauptzutaten sind nämlich Mandeln, Puderzucker, Zimt und Eiweiß bzw. Eischnee – auf Mehl kann hier getrost verzichtet werden. Tipp: Der Teig für Zimtsterne lässt sich am besten ausrollen, wenn ihr ihn nach dem Zubereiten etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lasst. Damit Zimtsterne lange schön saftig bleiben, legt einfach ein Viertel Apfel mit in die Keksdose (täglich wechseln). Auf diese Weise sind sie bis zu vier Wochen lagerbar. Theoretisch. Praktisch werden sie sicher viel schneller weggemampft sein.

3. Schwarz-Weiß-Gebäck

Die Plätzchen mit Schachbrett- oder Schneckenmuster garantieren immer wieder einen Wow!-Faktor. Schließlich schmecken sie nicht nur fantastisch, sondern sehen auch noch gut. Und wisst ihr was? Die Zubereitung ist wirklich einfach. Ehrlich! Los geht’s: Nach dem Zubereiten des klassischen Keksteiges aus Zucker, Mehl und Butter und ausreichender Kühlzeit (etwa 1,5 Stunden) halbiert ihr diesen und gebt in die eine Hälfte Kakaopulver. Anschließend beide Teige ausrollen, aufeinanderlegen, langsam aufrollen und die „Kekswurst“ in Scheiben schneiden. Fertig ist das Schneckenmuster. Für die Schachbrettvariante schneidet ihr die Teige einfach in möglichst exakt große Streifen, die dann auf einer Lage des hellen, ausgerollten Teigs sowohl horizontal als auch vertikal immer abwechselnd platziert werden. Anschließend in Scheiben schneiden und backen.

4. Kokosmakronen

Die kleinen Häufchen auf Oblaten holen an Weihnachten eine Prise Exotik auf den Weihnachtstisch – den knackigen Kokosraspeln sei dank. Dabei stammen die süß-saftigen Klassiker ursprünglich aus der arabischen Küche: Im neunten Jahrhundert gelangte das Süßgebäck durch die Arabische Expansion über Italien und Spanien zu uns. Anfangs wurden die Makronen noch mit hier wachsenden Zutaten wie beispielsweise Nüssen und Mandeln gefertigt. Durch die voranschreitende Kolonialisierung wurden die Kokosraspeln jedoch einige Jahrhunderte später auch hierzulande verfügbar. Etwa seit dem 19. Jahrhundert zählen Kokosmakronen, die traditionell aus Kokosraspeln, Eiweiß, Zucker und Oblaten zubereitet werden, zu einem Must-have auf dem Weihnachtstisch. Tipp: Damit sie lange saftig und frisch bleiben eine Scheibe frisches Brot mit in die Keksdose geben (und regelmäßig wechseln).

5. Bethmännchen

Ähnlich wie Zimtsterne zählen auch Bethmännchen zu den schön saftigen Köstlichkeiten, die besonders in der Region in und um Frankfurt am Main herum auf keinem Weihnachtstisch fehlen dürfen. Hauptzutat bei den kugeligen Klassikern ist Marzipan, das mit Mandeln, Ei und Zucker vermengt und zu kleinen Bällen geformt wird. Anschließend wandern die Bethmännchen in den Ofen. Der Name dieser Spezialität stammt übrigens laut einer Legende von Bankier und Diplomaten Simon Moritz von Bethmann: Mitte des 19. Jahrhunderts bereitete der Küchenchef des Hauses, ein Pariser Konditor namens Jean Jacques Gautenier, die kleinen Kugeln zu – mit großem Erfolg: Die Gäste beim typischen Fünf-Uhr-Tee waren begeistert. Und Bethmännchen? Genießen seitdem auch überregional einen ähnlichen Ruhm wie die Frankfurter Würstchen.

 

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