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Einkochen & einmachen

So schmeckt der Sommer!

Selbst gemachte Marmelade ist himmlisch. Aber habt ihr auch schon mal Gemüse der Saison eingeweckt? Köstlich! Damit bringt ihr auch in den kalten Monaten eine Prise Sommer auf den Tisch!

Der Herbst hält langsam Einzug, die Tage werden schon seit Wochen wieder kürzer. Ob wir wollen oder nicht.: Langsam wird’s Zeit, sich vom Sommer zu verabschieden. Das ultimative Geheimrezept, um die Zeit zwischen den vergangenen und den im nächsten Jahre hoffentlich wieder kommenden Sonnenmonaten zu überbrücken? Sommer aus dem Glas. Eingekochtes und -gemachtes Gemüse und Obst konservieren für uns den Geschmack von langen Nächten, Barfußtanzen und Blumen im Haar. Allein schon der „Klick“ beim Öffnen des noch verschlossenen Glases zaubert uns augenblicklich ein Lächeln ins Gesicht. Aber bevor wir weiter schwärmen und euch unsere liebsten Tipps verraten, erklären wir erst einmal den Unterschied zwischen einkochen (oder auch: einwecken) und einmachen.

Einkochen & einmachen – Konservierung durch Hitze

Beim Einkochen/Einwecken werden die frischen Zutaten direkt im verschlossenen Glas – i.d.R. in einem klassischen Einweckglas, benannt nach der Firma J. Weck GmbH u. Co. KG, mit Dichtungsgummi – im Wasserbad, im Backofen oder im speziellen Einkochautomaten erhitzt. Dadurch dehnen sich sowohl die Luft als auch der Wasserdampf im Glas aus. Ein Überdruck entsteht. Kühlt das Glas anschließend wieder ab, ziehen sich die Luft und der Wasserdampf wieder zusammen. Die Folge: ein Unterdruck. Dieses Vakuum sorgt für eine perfekte Konservierung der Zutaten. Werden die Gläser gut gekühlt und dunkel gelagert, sind die Konserven oft mehrere Jahre haltbar. Allerdings kann das Einkochen bis zu zwei Stunden dauern.

Das Einmachen hingegen ist weniger zeitintensiv: Die Zutaten werden im Topf gekocht – und anschließend in saubere Gläser mit Schraubdeckel gefüllt. Werden die Gläser nach dem Befüllen auf den Kopf gestellt, entsteht, ähnlich wie beim Einkochen, ebenfalls ein konservierendes Vakuum. Einfach und schnell. Allerdings sollten die Konserven nach spätestens einem halben Jahr aufgebraucht werden. Äh, Entschuldigung. Wir meinten natürlich: genossen.

Marmeladen, Konfitüren und Gelees

Doch nun genug von unserem physikalischen Exkurs. Widmen wir uns wieder den schönen Dingen – dem Genuss: Am liebsten kommen uns selbstgemachte Marmeladen, Konfitüren und Gelees ins Glas. Worin der Unterschied besteht? Ganz einfach: Der Fruchtgehalt einer Konfitüre sollte mindestens 35 Prozent betragen, bei einer Konfitüre extra müssen hingegen mindestens 45 Prozent Früchte enthalten sein. Anders als die beschriebenen Konfitüren werden Gelees nicht aus ganzen Früchten hergestellt, sondern auch deren Säften. Eine Marmelade darf – Überraschung! – per EU-Definition eigentlich ausschließlich aus Zitrusfrüchten bestehen. Allerdings wird der Begriff hier umgangssprachlich auch für Konfitüre verwendet. Ganz klassisch wandern dafür Erdbeeren ins Glas. Erdbeermarmelade schmeckt für uns nach Kindheit und Sommer. Nach Ferien auf dem Land bei den Großeltern und Freiheit.

Kein Wunder, dass Deutschland ein regelrechtes Marmeladenland ist: Rund 150.000 bis 200.000 Tonnen Konfitüre pro Jahr werden in Deutschland verkauft. Übersetzt bedeutet das: Jährlich vertilgt der deutsche Bundesbürger rund 1,8 bis 2,4 Kilogramm gekaufte Konfitüre. Hinzu kommen noch einmal all die selbst gekochten köstlichen Brotaufstriche aus Obst und Gemüse: Rund 150.000 Tonnen, so aktuelle Schätzungen, Marmeladen, Konfitüren und Gelees werden hierzulande jährlich eingemacht. Der Klassiker auch hier: die Erdbeermarmelade. Aber auch Himbeer-, Kirsch-, Blaubeer- und Aprikosenkonfitüre landen regelmäßig in zigtausenden Haushalten auf dem Frühstückstisch. Aktuell stehen alte Obstsorten wie beispielsweise Quitte und Reineclaude wieder hoch im Kurs. Der Einmachfantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt.

Am heimischen Kochtopf darf es gerne auch kreativ zugehen und mit Gewürzen und anderen Zutaten herumexperimentiert werden.

Apropos kreativ: Habt ihr schon mal Tomaten mit Kräutern der Saison eingeweckt? Unser ultimativer Tipp für selbst gemachte Tomatensoßen zu köstlicher Pasta – selbstverständlich ebenfalls Marke Eigenherstellung! Der Geschmack von süß-saftigen Sommerfrüchten sorgt im Herbst und Winter für echte kulinarische Höhepunkte bei uns im Mund! Ebenso wie selbst gemacht Chutneys, die hervorragend zu Burgern (himmlisch auch in der Veggieversion) und Grillgut passen. Mjam!

 

2 Kommentare

  • Maria sagt:

    Vielen Dank für die tollen Tipps und Links zu den Rezepten! Ich werde mich demnächst an’s Einkochen wagen! Eine tolle Anleitung habe ich hier gefunden: http://www.einkochfee.de/anleitung-zum-einwecken/. Ich werde es als Erstes mit Marmelade oder Tomatensauce probieren.

    Maria

    • Einfach-gut-kochen-Team sagt:

      Hallo Maria,
      das freut uns, dass wir dich inspirieren konnten! Wenn du Spaß am Einkochen findest, ist dieses Rezept vielleicht auch interessant für dich: Hier erfährst du, wie du ein Rhabarber-Curd ganz leicht selber machen kannst. Ein Rezept für eine fruchtige Tomatensoße findest du ebenfalls bei uns.
      Viel Freude beim Nachmachen wünscht dir dein Einfach-gut-kochen-Team

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