Grillen: Tipps und Tricks | Einfach gut kochen
Die Grillsaison ist eröffnet

Grillen: Tipps und Tricks

Die Grillsaison ist eröffnet!

Tipps und Tricks rund ums Grillen sind jetzt wieder gefrager denn je! Frei nach dem Motto „Ich grille, also bin ich“ lassen wir den Herd ab sofort immer öfter aus und verlagern unsere Abende vom Sofa auf die Terrasse bzw. den Balkon. Schließlich gibt es (fast) nichts Verführerisches, als den Duft von frisch gegrilltem Glutgut zu genießen. Was bei uns auf dem Rost landet? Verraten wir hier!

Endlich… Sommer! Wie lange haben wir darauf gewartet? Die grau-kalten Frühlingswochen mit überdurchschnittlich viel Regen erschienen uns ewig. Deshalb freuen wir uns nun umso mehr, endlich die schönste Zeit des Jahres einläuten zu können. Selbstverständlich in Form eines standesgemäßen Grillabends mit unseren liebsten Freunden und vielen Köstlichkeiten.

Grillen: Kult – damals wie heute

Wusstet ihr, dass die Geschichte des Grillens weit zurückreicht bis in die Steinzeit? Die älteste Feuerstelle, die zum Kochen genutzt wurde, wurde von Archäologen übrigens in China ausfindig gemacht. Zugegebenermaßen nicht das Land, das wir als Ursprungsland des Grillens vermutet hätten. Damals (wie heute) wurden Fleischstücke auf Holzstäbe gespießt und zum Garen ins Feuer gehalten. Wenig später entwickelten raffinierte Köpfe sogenannte Grubengrills, die nach ähnlichem Prinzip funktionierten wir unsere heutigen Standardgrills. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Menschen ihr Grillgut damals selber gejagt und erlegt haben, während wir gemütlich zum Schlachter spazieren, um Steaks und Würstchen schon fertig portioniert überreicht zu bekommen.

Euch kommt kein Tier auf den Rost? Kein Problem, auch für Vegetarier gibt’s mehr als genug Möglichkeiten, nach einem Grillabend satt und zufrieden ins Bett zu fallen. Damit der Abend neben der Glut für alle ein voller (kulinarischer) Erfolg wird, haben wie ein paar Tipps für euch zusammengefasst.

Holzkohle, Gas oder Elektro?

  • Rauchiges Aroma meets kräftigen Geruch – Holzkohlegrills sind echte Klassiker mit langer Tradition, auf die Kenner seit Jahrzehnten schwören. Als Hitzequelle können sowie Holzkohle als auch Kohlebriketts dienen, die durch kontrolliertes Verglühen Hitze abgeben. Holzkohlegrills sind in der Anschaffung meist preisgünstiger, leichter zu transportieren und verleihen dem Grillgut ganz besondere Röstaromen. Dafür dauert’s vergleichsweise lange, bis alles vorbereitet ist, die Kohlen die richtige Temperatur haben und mit dem eigentlichen Grillen gestartet werden kann. Außerdem kann die Temperatur nicht so gut kontrolliert und geregelt werden wie bei Gas- oder Elektrogrills. Und: Nachbarn könnten sich am Grillgeruch stören. Laut eines Urteils vom Landgericht Bonn ist es Mietern einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus daher in der Zeit von April bis September auch nur einmal pro Monat erlaubt, den Grill anzuwerfen. Zwei Tage im Voraus müssen außerdem die Mitbewohner über das Grillvorhaben informiert werden.
  • Lange Vorbereitungszeiten entfallen bei Gasgrills: Sobald die Gasflasche – Butan oder Propran – angeschlossen ist, kann die Grillsause starten. Gegart werden Würstchen, Steaks & Co. dabei mithilfe des Feuers, das die Grillplatten erhitzt. Ähnlich wie beim Gasherd können die Platten unterschiedlich temperiert werden, was praktisch ist bei Leckereien, die unterschiedliche Gartemperaturen verlangen. Allerdings werden versierte Griller das typische Raucharoma vermissen. Den gibt’s nämlich beim Gasgrill nicht. Und: Einfaches Mitnehmen in den Park ist beim Gasgrill schwierig. Auch für die Anschaffung muss tiefer in die Tasche gegriffen werden als beim Holzkohlegrill: Einstiegsmodelle gibt’s ab etwa 100 Euro. Nach oben? Sind wie bei nahezu allem keine Grenzen gesetzt.
  • Elektrogrills sind ideal für schnelles und einfaches Grillen zu Hause auf dem Balkon – oder in der Wohnung. Ja, richtig gelesen: Denn bei dieser Art des Grillens – die Grillplatten werden, wie es der Name schon verrät, elektrisch beheizt – entsteht so gut wie kein Rauch. Auch eure Nachbarn werden es euch danken. Außerdem sind Elektrogrills schnell einsatzbereit, verbrauchen wenig Strom und sind vergleichsweise preisgünstig in der Anschaffung (Einstiegsmodelle gibt’s ab etwa 35 Euro). Allerdings: Ihr benötigt Strom. Spontanes Grillen im Park ist hier Fehlanzeige. Und auch das klassisch-rauchige Aroma sowie Grill-Feeling bleiben irgendwie aus.

Top 5 der Grillleckereien

1. Bratwurst grillen

Bratwürste – außen knusprig, innen schön saftig – sind einfach lecker. Um die perfekte Bratwurst zuzubereiten, eignet sich eine konstante Hitze am besten. Die Gefahr, dass die Wurst außen verbrennt bzw. innen noch nicht durchgegart ist, ist so am geringsten. Auch wenn das Warten schwer fällt: Legt die Würste erst dann auf den Rost, wenn die Kohlen gut durchgeglüht sind und sich die berühmte weiße Ascheschicht gebildet hat. Gut zu wissen: Frische Bratwurst vom Schlachter ist, anders als Supermarktware, meist noch nicht vorgegart und benötigt etwas längere Grillzeiten.

2. Steaks grillen

Na klar, in unserer Top 5 dürfen Steaks, echte Grillklassiker, natürlich nicht fehlen. Ähnlich wie bei Bratwurst gilt auch hier: Außen knusprig, innen saftig. Damit ihr ein perfektes Grillergebnis hinbekommt, die Steaks als ersten Step kräftig und bei hohen Temperaturen anbraten, äh, -grillen. Hat sich außen die köstliche Grillkruste gebildet, die Steaks an den Rand legen, damit sie noch ein wenig weitergaren können. Gut zu wissen: Mithilfe des Nasenspitzentests könnt ihr ganz einfach den Gargrad ermitteln: Fühlt sich das Fleisch mittig an wie die eigene Oberlippe? Dann ist’s noch nicht fertig. Wenn es sich anfühlt wie an wie die Nasenspitze, ist es medium – und wie die Stirn, ist es well-done.

3. Fisch grillen

Das Meer hält so einige kulinarische Schätze bereit: Fisch kann, anders als viele denken, ebenfalls problemlos auf dem Rost gegrillt werden. Vorausgesetzt, er hat festes Fleisch. Am besten eignen sich daher Thunfisch, Schwertfisch, Makrele, Lachs etc. für den Grill. Ganze Fische lassen sich gut in Grillkörben oder Grillzangen garen. Gut zu wissen: Fisch benötigt nicht so heiße Temperaturen wie Fleisch und weniger Garzeit. Am besten, ihr legt ihn an den Rand, dann sollte er in etwa zeitgleich mit den Steaks und Würstchen fertig sein. Und: Lachs & Co. dürfen gerne kräftig gewürzt werden. Schmeckt himmlisch!

4. Gemüse grillen

Nicht nur Vegetarier freuen sich über ein wenig Farbe auf dem Rost und im Magen, auch viele Karnivore lieben eine Gemüsebeilage zu ihrem tierischen Mahl. Am bekanntesten sind wohl (vorgegarte) Maiskolben, die auf dem Grill nur noch erhitzt werden müssen. Aber auch gegrillte Zucchini in Scheiben geben eine gute Partie ab. Oder grüner SpargelAuberginenscheiben, gefüllte Paprika und  Zwiebeln (besonders, wenn sie vorher mit Honig mariniert werden). Ihr seht, eurer bunten Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gut zu wissen: Gemüsesorten, die viel Feuchtigkeit enthalten, sollten in einer Aluschule gegrillt werden statt auf dem Rost. So landet nichts in der Glut.

5. Obst grillen

Ehrlich, wir haben uns nicht verschrieben. Bei uns wandern auch Früchte auf den Grill. Dank ihres vergleichsweise hohen Zuckergehalts bildet sich bei vielen Obstsorten durch die Grillhitze eine knusprige Karamellschicht. Ananas in Scheiben ergibt in der gegrillten Version z. B. ein leckeres und kalorienarmes Dessert. Und auch gegrillte Erdbeeren, Melonenstückchen, Feigen, Äpfel, Birnen, Mangos und Pfirsiche laden förmlich zum Vernaschen ein. Habt ihr schon mal gegrillte Bananen probiert? Die Früchte einmal in der Mitte durchschneiden und samt Schale (!) auf den Rost legen. Ist die Schale dunkelbraun und platzt die Banane auf, kann sie serviert werden.

Gut zu wissen: Obst nur bei mittleren bis niedrigen Temperaturen grillen. Durch den Zuckergehalt verbrennen Früchte schneller als Fleisch und Fisch.

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