Der perfekte Saft für jeden Geschmack | Einfach gut kochen
Die richtigen Zutaten für den Saft wählen

Der perfekte Saft für jeden Geschmack: Juice it yourself!

Immer nur Orangensaft oder Apfelsaft? Lecker, gar keine Frage. Aber welche Zutaten eignen sich noch, um einen Saft zu zaubern, der Geschmacksnerven in bisher unbekannte Sphären katapultiert? Wir verraten Basiszutaten – und geben Tipps für das gewisse i-Tüpfelchen in jedem Powerdrink.

Die Deutschen lieben Orangensaft und Apfelsaft: Die insgesamt 33 Liter Fruchtsäfte, die wir durchschnittlich pro Kopf im Jahr 2015 getrunken haben, setzen sich zu 23,3 Litern aus Orangen- und Apfelsaft sowie Apfelschorle zusammen. Kein Wunder, denn beide Früchte bestehen zu rund 85 Prozent aus Flüssigkeit – Hauptbestandteil eines jeden Safts. Kein Wunder also, dass A- und O-Saft für „Ahs“ und „Ohs“ bei uns sorgen. Allerdings freuen sich unsere Geschmacksnerven auch über regelmäßige Abwechslung. Schließlich ist das Leben zu kurz für Eintönigkeit im Glas. Deshalb probieren wir beim Zubereiten eines frischen Saftes immer wieder neue Kombinationen aus.

Basiszutaten für frisch gepressten Saft

Auf Äpfel, des Deutschen liebstes Obst (allein im letzten Jahr wurden hierzulande mehr als 1.000.000 Tonnen Äpfel geerntet!), greifen wir dennoch gerne als Basiszutat zurück. Denn kaum eine andere Frucht lässt sich derart lange und ohne Einbußen in Sachen Geschmack und Qualität lagern wie das runde Obst. In Kombination mit Karotten ein lecker-gesunder Saft, der auch dank seiner kräftigen Farbe überzeugt. Ein weiterer deutscher Küchenklassiker, der in flüssiger Form ebenfalls hervorragend schmeckt und dem eine Vielzahl positiver Effekte fürs Immunsystem nachgesagt wird, ist Rote Bete. Unser Tipp: Zusammen mit Äpfeln pressen, die wiederum für eine angenehme Fruchtsüße sorgen und den Eigengeschmack von Roter Bete dezent unterstreichen. Die Rote Bete kann übrigens roh und ungeschält in den Slow Juicer gegeben werden. Wer es heimisch und süß mag, wird Saft aus Birnen lieben. Die nahe Verwandte des Apfels und ebenfalls zu den Kernobstgewächsen zählende Frucht besitzt einen nur geringen Säuregehalt, aber viele Mineralstoffe. Und was wäre ein Sommer ohne Beeren? Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren – unwiderstehlich zum Naschen zwischendurch, aber auch im frisch gepressten Saft eine köstliche Zutat. Ähnlich ist es mit Kirschen, allerdings sollten diese vor dem Zubereiten entkernt werden. Wer seinem Saft eine Prise Exotik verleihen möchte, greift zu Ananas (reich an Vitaminen sowie Serotonin und Tryptophan, was wiederum für gute Laune sorgen), Mango (wenig Säure sowie einer der besten natürlichen Beta-Carotin-Lieferanten) oder Kiwis (100 Gramm Kiwis enthalten fast doppelt so viel Vitamin C wie Orangen oder Zitronen). Übrigens: Im Sommer lieben wir einen erfrischenden, am besten eisgekühlten Saft aus Gurken. Ja, richtig gelesen! Denn das schlangenförmige Kürbisgewächs besteht zu 97 Prozent aus Wasser und besitzt so wenig Kalorien, dass wir uns gerne noch einmal nachschenken.

Grünzeug im frisch gepressten Saft

„Es grünt so grün“ – was Eliza Doolittle schon im Musical My Fair Lady vor sich hin trällerte, gilt auch für Saft: Grünes Blattgemüse verleiht frisch gepresstem Saft eine umwerfende Farbe und versorgt uns darüber hinaus mit einer Extraportion Chlorophyll. Dabei handelt es sich übrigens um das Farbpigment, das Pflanzen jeglicher Art ihre grüne Farbe verleiht und diese bei der Photosynthese unterstützt. Auch wenn unser letzter Biounterricht schon eine Weile her ist, wissen wir noch: Das Blattgrün, so die aus dem Altgriechischen übersetzte Bedeutung – tut auch im menschlichen Körper viel Gutes: Chlorophyll unterstützt den Körper beim Sauerstofftransport und trägt so zur Bildung von neuen Blutzellen bei, bekämpft dank seiner antioxidativen Wirkung Schadstoffe, regt die Verdauung an, unterstützt die Wundheilung und, und, und.

Keine Frage, dass grünes Blattgemüse und auch Gräser wie beispielsweise Weizen-, Gersten- und Dinkelgras bei uns absolute Must-haves im Saft sind. Am liebsten kommen uns übrigens Blattspinat und Feldsalat in den Drink. Denn beide sind nahezu das ganze Jahr über erhältlich, vertragen sich dank ihrer milden Nuancen geschmacklich mit allen anderen Zutaten und liefern außerdem eine bombastische Farbe. Im Winter wirkt Grünkohl, das Superfood der Kohlgemüsesorten, wie ein Pusher fürs Immunsystem, der den Körper mit vielen Vitaminen und Eisen versorgt.

Für das gewisse Etwas

Wer seinem Saft eine raffinierte Nuance verleihen möchte, kann mit Gewürzen und/oder Kräutern experimentieren: Eine Stückchen frische Ingwerknolle sorgt beispielsweise für eine scharf-würzige Note. Und Kurkuma, nicht nur in der ayurvedischen Küche DAS It-Gewürz, verleiht Säften neben einer leuchtend orangenen Farbe einen würzig-herben Geschmack. In grünen Säften hingegen kommen Wildkräuter perfekt zur Geltung. Diese müsst ihr nicht mal im Supermarkt kaufen, sondern könnt sie beim Spazierengehen in der freien Natur selber ernten: Brennnessel, Löwenzahn, Giersch und Sauerampfer wachsen hierzulande nahezu überall und laden quasi zum Pflücken ein. Allerdings: Bitte bedient euch nur dann am Selbstbedienungsmarkt Marke Natur, wenn ihr euch auch wirklich sicher seid, welche Pflanze sich hinter dem grünen Gewächs verbirgt.

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