Salz ist nicht gleich Salz - Einfach gut kochen

Salz ist nicht gleich Salz

Von Himalaya bis Fleur de Sel: Das unterscheidet die verschiedenen Salzsorten

Salz gehört in jede gut ausgestattete Küche und ist für herzhafte Gerichte einfach unverzichtbar – aber warum bleiben die meisten von uns eigentlich immer beim herkömmlichen Speisesalz? Von rosa Himalaya-Salz über feines Kräutersalz bis hin zum außergewöhnlichen Kala Namak gibt es so viele Möglichkeiten, Rezepte optisch und geschmacklich zu verändern. Wir stellen die verschiedenen Salz-Sorten vor.

Auch wenn Optik und der Geschmack bei den verschiedenen Sorten variieren: Sie alle bestehen zu mindestens 97 Prozent aus Natriumchlorid. Während Speise- und Meersalz über die Verdunstung auf der Wasseroberfläche entstehen, wird Steinsalz aus Bergwerken unterhalb der Erde gewonnen. Die interessantesten Salz-Sorten stellen wir euch hier vor:

Jodsalz

Da der Jodgehalt von Böden und Grundwasser in Deutschland zu gering ist, wird Salz hierzulande bereits seit vielen Jahren mit dem Mineralstoff angereichert. Üblicherweise wird ihm auch noch Fluorid hinzugefügt, welches die Zähne vor Karies schützt. Das Würzmittel hat also gegenüber anderen Sorten einen kleinen gesundheitlichen Vorteil und ist der Klassiker beim Kochen.

Himalaya-Salz

Eine der hübschesten Salz-Sorten ist das rosa- bis lachsfarbene Himalaya-Salz, das meistens in etwas gröberer Form für die Mühle erhältlich ist. Seine Farbe verdankt es seinem Eisengehalt, sein Geschmack ist angenehm mild. Himalaya-Salz eignet sich besonders zum Verfeinern – für das Kochwasser von Nudeln beispielsweise ist es viel zu schade.

Fleur del Sel

Eine der teuersten Salz-Sorten kommt aus der Bretagne, wo das Wasser besonders rein ist – denn Fleur de Sel ist ein naturbelassenes Produkt, das durch Verdunstung auf der Wasseroberfläche gewonnen wird und dort feine Salzblüten bildet. Diese werden per Hand abgeschöpft und verleihen ihm eine knusprige Struktur. Es ist feuchter und milder als herkömmliches Salz und wird hauptsächlich zur Veredelung verwendet.

Kräutersalz

Perfekt, um eine besondere Note ins Essen zu bringen, sind Kräutersalze. Dahinter verbirgt sich normales Speisesalz, das mit getrockneten Kräutern veredelt wurde – und sich ganz einfach selbst herstellen lässt: Vermischt dafür je drei Teile Salz und einen Teil getrocknete, zerriebene Kräuter und füllt die Mischung in ein Glas. Von Thymian über Oregano bis hin zu Chili könnt ihr kombinieren, worauf ihr Lust habt.

Schwarzes Hawaii-Salz

Lava-Salz ist ein besonderer Hingucker! Hergestellt wird es – wie schon der Name verrät – auf Hawaii. Bei der Produktion wird Meersalz mit Aktivkohle veredelt – die verleiht ihm die dunkle Färbung und passt super zu Fisch, gegrilltem Fleisch oder mit etwas Olivenöl zu frischem Brot.

Rotes Hawaii-Salz

Statt Aktivkohle wird dieses Salz mit vulkanischer Tonerde gefärbt, wodurch es eine hübsche rote Farbe und einen leicht süßlichen Geschmack erhält – perfekt für Marinaden, Fleisch und Fisch!

Persisches Blausalz

Seine blaue Färbung hat dieses Salz dem enthaltenen Kaliumchlorid zu verdanken – die Gewinnung ist sehr aufwendig und erfolgt über einen Wüstenboden im Iran. Es ist ein typisches Finishing Salz, mit dem ihr eurem Essen einen letzten Schliff verleihen könnt. Aber Vorsicht: Lieber nur sparsam verwenden, da sein Geschmack sehr intensiv ist.

Kala Namak

Kala Namak, auch Schwarzsalz genannt, hebt sich klar von allen anderen Sorten ab und stammt aus der indischen Küche. Das Besondere ist der Hohe Anteil an Schwefelwasserstoff, der ihm den Geruch und Geschmack von Eiern verleiht. Das ist im ersten Moment etwas irritierend, kann aber auch wahnsinnig toll schmecken. Ein Brot mit zerdrückter Avocado und etwas Kala Namak erinnert beispielsweise sehr stark an ein Brot mit Ei.

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